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22. Nov. 2017

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Hirntumor Gliom

Das Gliom – ein Hirntumor mit vielen Gesichter. Es gibt nicht das und nur ein Gliom, sondern viele Gliome – leider.
Sie verbergen sich hinter solchen Namen wie Astrozytom, Glioblastom, Oligodendrogliom, Oligodendrozytom, Oligogastrozytom, Ependymom und Mischgliom und tragen solche Zusätze wie WHO - Grad I bis IV.
Diese gefährlichen Hirntumoren bilden meist Metastasen, sind also bösartig, maligne. Die Gliom - Therapie ist leider noch nicht nachhaltig.

 

Die folgende ausführliche Beschreibung dieser Tumoren ist der Homepage der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie DGNC entnommen.

 

Was sind Gliome?

Primäre Tumoren des Zentralnervensystems (Sammelbegriff Gliome) entstehen am häufigsten aus dem Stütz- und Nährgewebe für Nervenzellen, der Glia. Astrozytome nehmen ihren Ursprung aus den sogenannten Astrozyten, eine Unterart der Glia, und sind die häufigsten Gliome. Oligodendrozytome, Tumoren bestehend aus den sogenannten Oligodendrozyten, eine andere Unterart der Glia, sind weniger häufig als Astrozytome. Viele Gliome bestehen aus einem Gemisch von Astrozyten und Oligodendrozyten. Tumoren anderer Zelltypen sind weit weniger häufig. Tumoren der Nervenzellen (Neurone) sind zum Beispiel im Erwachsenenalter sehr selten.

Wie entstehen Gliome?

Hirntumoren entstehen durch ein abnormes nicht-kontrollierbares Zellwachstum. Nach dem Erreichen eines bestimmten Alters hört die Mehrheit der Hirnzellen auf, sich zu teilen und existiert in einem Ruhezustand. Hirntumorzellen sind eine Ausnahme davon, da sie sich in einen „zurückentwickelten“ Zustand versetzen und den Zellteilungszyklus erneut durchlaufen. Dies ist auf genetische Veränderungen der Kontrollgene für Zellteilung und Zellwachstum zurückzuführen. Obwohl bereits mehrere solche Gene bekannt und erforscht sind, bleibt der wahre Grund der genetischen Veränderung im wesentlichen unbekannt.

Sind Gliome vererbbar?

Die Antwort auf diese Frage ist bei den meisten Patienten negativ. Obwohl es in sehr seltenen Fällen auch erbliche Tumoren existieren, handelt es sich bei diesen um bekannte familiäre genetische Syndrome wie z.B. Neurofibromatose, Turcot’s-Syndrom oder Li-Fraumeni- Syndrom.

Merkmale der Gliome

Gliome können langsam wachsend (niedriggradige Gliome, Grad I und II) oder schnell wachsend (hochgradige Gliome, Grad III und IV) sein. Bei der malignesten Form eines glialen Hirntumors, dem Glioblastom (Glioblastoma multiforme, GBM, Gliom Grad IV), liegt eine vollständige morphologische Entdifferenzierung der Tumorzellen vor, so dass sie am ehesten an embryonale Zellen erinnern und wie diese auch sehr teilungsfähig sind, allerdings geschieht die Zellteilung und Vermehrung in einer von der malignen Zelle selbst und auch vom benachbarten Gewebe und vom Körper des Wirtes unkontrollierbaren und daher destruktiven Art und Weise.

Gliomzellen sind stark migratorisch und infiltrieren sehr früh in der Entwicklung eines klinisch manifesten primären Hirntumors die benachbarten normalen Hirnareale. Maligne Gliomzellen produzieren eine Reihe von proinflammatorischen und immunsuppressiven Zytokinen und angiogenetischen Faktoren, welche ihrerseits für das Ödem des umgebenden Hirngewebes, für die Anergie zytotoxischer Lymphozyten und NK-Zellen und für die starke Tumorgefäßversorgung verantwortlich sind.

Gliome werden in 4 Malignitätsgraden entsprechend der Klassifikation der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eingeteilt. Grad I Tumoren verhalten sich biologisch am gutartigsten und Grad 4 am malignesten. Bei der Bestimmung des Malignitätsgrades sucht der Neuropathologe nach mikroskopischen Merkmalen eines schnellen Tumorwachstums. Solche Merkmale schließen folgendes ein: Zellen in der Teilungsphase (Mitose), Anwesenheit neu gebildeter Tumorgefäße, Anwesenheit von abgestorbenem Tumorgewebe (Nekrose, ein Zeichen unzureichender Blutversorgung in einem schnell wachsenden Tumor). Der Malignitätsgrad eines Tumors wird je höher, desto mehr dieser Merkmale gleichzeitig vorhanden sind.
Gliome werden oft unterschiedlich bezeichnet.

Gebräuchliche Synonyme sind:
Grad IV Gliom oder Astrozytom = malignes Gliom, malignes Astrozytom, Glioblastom,
Glioblastoma multiforme
Grad III Astrozytom = anaplastisches Astrozytom
Grad III Oligodendrogliom = anaplastisches Oligodendrogliom
Grad III Oligoastrozytom = anaplastisches Oligoastrozytom, anaplastisches Mischgliom

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